Kaum wird es warm, sieht man sie wieder überall auf dem Wasser. Stand Up Paddeln am Ammersee zieht jeden Sommer mehr Leute an, und der See ist ein dankbares Revier dafür – groß genug für lange Touren, ruhig genug in Ufernähe für die ersten Versuche, und von München aus in gut vierzig Minuten erreichbar. Ein eigenes Board braucht dafür niemand: Rund um den See gibt es mehrere Stationen für den SUP-Verleih am Ammersee. Wo Ihr ein Board mieten könnt, welche Touren sich lohnen und welche Regeln auf dem Wasser gelten, steht hier.
Kann man am Ammersee Stand Up Paddling machen?
Ja. SUP ist auf dem Ammersee erlaubt und beliebt. An mehreren Stationen rund um den See könnt Ihr stundenweise oder für den ganzen Tag ein Board leihen, viele bieten zusätzlich Kurse an. Zu beachten sind die Winterruhe von November bis März und einige Naturschutzzonen, vor allem am Südufer – dazu weiter unten mehr.
Der Ammersee hat eine Fläche von rund 46,6 km² und ist an der tiefsten Stelle etwa 81 Meter tief. Das Wasser hat gute Qualität, und weil das ganze Nordbecken bei Stegen flach ausläuft, findet Ihr dort ruhige Zonen zum Üben.

Stand Up Paddling lernen – ist das schwer?
Für die meisten nicht. Auf dem ruhigen Wasser des Ammersees reicht meist eine kurze Einweisung, dann klappen die ersten Meter. Anfänger starten am besten kniend und wechseln ins Stehen, sobald sie ein Gefühl fürs Board haben. Ein breites Allround-Board liegt dabei stabiler als ein schmales Touring-Board.
SUP trainiert nebenbei fast den ganzen Körper – Beine, Rumpf, Schultern – ohne dass es sich nach Sport anfühlt. Das macht es auch für den Wiedereinstieg nach einer Pause oder Verletzung interessant. Wer sichergehen will, bucht einen Schnupper- oder Grundkurs; das ist bei einigen Verleihstationen ohnehin Voraussetzung, bevor Ihr allein ein Board mitnehmen dürft. Mit Kindern lohnt sich ein ruhiger Einstieg im flachen Wasser – weitere Ideen für den Tag am See findet Ihr in unseren Ausflugstipps für den Ammersee mit Kindern.

Wo kann man am Ammersee ein SUP leihen?
Rund um den See gibt es mehrere Verleihstationen mit Kursangeboten. Vier bewährte Anlaufstellen:
WikiWakiWu in Herrsching
Die WikiWakiWu Surf & Sail Station am Ostufer in Herrsching verleiht SUP-Ausrüstung und gibt Kurse. Der Schnupperkurs eignet sich für Neueinsteiger: eine halbe Stunde Einweisung, danach freies Paddeln, um das Gelernte zu festigen. Geführte Touren, Sonnenuntergangsfahrten und SUP-Yoga gehören ebenfalls zum Programm.
Ski- und Surfschule Müller in Eching
Bei der Surfschule Müller in Eching am Nordufer leiht Ihr ein Board für die eigene Tour oder bucht einen Kurs vom Schnupper- bis zum Fortgeschrittenenniveau, auch für Kinder und Familien. Die geschützte Bucht in Eching ist ein guter Ort für die ersten Versuche. Ein Board kostet dort 15 € für die erste Stunde, jede weitere 14 €; ein Tandem-SUP für zwei Personen 25 € beziehungsweise 20 € je weitere Stunde. Preisstand Juli 2026, aktuelle Tarife vor Ort erfragen.
SUP-Center in Utting
Das SUP-Center der Steinlechner Bootswerft in Utting hat neben normalen Boards auch XL- und XXL-Boards, auf denen bis zu acht Personen gemeinsam paddeln, sowie spezielle Hundebretter. Ein Board kostet dort 15 € pro Stunde. Wichtig: Für den Verleih ist der Nachweis eines absolvierten Grundkurses bei einer GSUPA-anerkannten Schule Voraussetzung – wer noch keinen hat, bucht also zuerst einen Kurs. Parken lässt sich am Bahnhof Utting, von dort sind es fünf Minuten zu Fuß.
SUP Basis in Schondorf
Die SUP Basis Ammersee in Schondorf am Westufer schult mit ISA-zertifizierten Coaches auf Boards von Fanatic und Jobe. Anfänger lernen die Grundlagen in etwa 90 Minuten, Fortgeschrittene verfeinern in einem eigenen Kurs die Technik. Dazu gibt es geführte Touren, etwa zum Sonnenaufgang ab Schondorf oder als lange Runde über den See.
Was kostet SUP-Verleih am Ammersee?
Ein Board kostet an den Ammersee-Stationen typischerweise etwa 15 € pro Stunde, bei mehreren Stunden oft etwas weniger je Stunde. Tandem- und XXL-Boards für mehrere Personen liegen höher, an der Surfschule Müller etwa bei 25 € für die erste Stunde. Kurse und geführte Touren liegen je nach Format und Anbieter grob zwischen 35 und 95 € – vom kurzen Schnupperkurs bis zur mehrstündigen Tour oder Einzelstunde. Genaue Preise und Reservierung regelt Ihr am besten direkt beim jeweiligen Anbieter, da Tarife je nach Saison variieren.
Was braucht man zum Ausleihen?
Die Stationen setzen ein paar Dinge voraus, bevor Ihr ein Board bekommt:
- Ihr müsst sicher schwimmen können.
- Kinder dürfen bei einigen Anbietern nur in Begleitung eines Erwachsenen aufs Board; teils gilt eine Altersgrenze von 12 Jahren.
- Verliehen wird nur an nüchterne Personen.
- Einige Stationen, etwa das SUP-Center Utting, verlangen einen absolvierten Grundkurs als Nachweis.
- Eine Schwimmweste und eine Leash werden Einsteigern überall empfohlen und meist mitgegeben.
Ausrüstung wie Board, Paddel und Leash bekommt Ihr vor Ort. Alles andere – Sonnenschutz, Trinkflasche, wasserdichte Tasche – bringt Ihr selbst mit.

Die schönsten SUP-Touren am Ammersee
Ob entspannt oder sportlich – auf dem Ammersee sind viele Routen möglich. Zwei Vorschläge:
Von Schondorf nach Riederau – für Einsteiger
Schondorf am Westufer bietet einen bequemen Einstieg am Dampfersteg. Von hier geht es Richtung Süden ins etwa 3,2 Kilometer entfernte Riederau, mit Blick auf die Berge und die ruhigen Uferzonen des Naturschutzgebiets Seeholz. In Riederau lässt sich am Freizeitgelände eine Pause einlegen, dann geht es zurück. Insgesamt sind das rund 6,5 Kilometer, ohne Pausen etwa anderthalb Stunden. Praktisch: Wer nicht zurückpaddeln möchte, nimmt ab Riederau die Ammerseebahn zurück nach Schondorf.
Vom Ammersee auf die Amper – für Fortgeschrittene
Diese Tour startet nördlich in Eching und führt Richtung Norden. Nach rund zwei Kilometern erreicht man die Einmündung der Amper und paddelt auf dem Fluss weiter durch ruhige Natur bis zur Gemeinde Grafrath, wo sich ein Landgang anbietet. Zurück sind es wieder 6,5 Kilometer auf den See. Insgesamt etwa 13 Kilometer und rund drei Stunden. Achtung: Der Mündungsbereich der Amper ist gesperrt, und auf der Amper selbst gelten eigene Befahrungsregeln – vorab prüfen (siehe Regeln).
Tipp für beide Touren: Früh morgens oder am frühen Abend ist der See am ruhigsten und stimmungsvollsten. Im Hochsommer ist es tagsüber oft voll auf dem Wasser. Wer lieber ohne eigenen Kraftaufwand über den See will, findet in unserem Beitrag zum Boot mieten am Ammersee die passenden Alternativen vom Ruder- bis zum Elektroboot.
Packliste für den SUP-Tag am Ammersee
Wer gut vorbereitet losfährt, hat mehr vom Tag. Das gehört ins Gepäck:
- SUP-Board und Paddel – vom Verleih oder das eigene
- Leash und Schwimmweste – Sicherheit auf jeder Tour, für Kinder besonders wichtig
- Wasserdichte Tasche – für Handy, Schlüssel und Snacks
- Sonnencreme und Sonnenbrille – das Wasser reflektiert stark
- Trinkflasche – Wasser aus dem See ist kein Ersatz
- Leichte Snacks – oder Ihr paddelt direkt zum FISCHER und lasst Euch dort verpflegen
Welche Regeln gelten beim SUP am Ammersee?
Die Freiheiten auf dem Ammersee sind groß, ein paar Regeln solltet Ihr trotzdem kennen:
Zwischen der Ammermündung und der Ammer ab Fischen gilt ein ganzjähriges Befahrungsverbot. Der gesamte südliche Seebereich – die Südbuchten und das Ammer-Mündungsgebiet zwischen Dießen und Aidenried – gehört zur Vogelfreistätte Ammersee-Südufer und darf nicht mit dem SUP befahren werden. Auch andere Schilf- und Flachwasserzonen am Ufer stehen unter Schutz und werden umfahren.
Von 1. November bis 31. März gilt die Winterruhe. In dieser Zeit sammeln sich auf Ammersee, Starnberger See und Chiemsee jeweils fast 20.000 Wasservögel, die den See zum Überwintern brauchen. Segel- und Ruderverbände verzichten seit einer freiwilligen Vereinbarung von 1997 auf die Nutzung; dem hat sich der übrige Wassersport bis hin zum SUP angeschlossen, damit die Vögel ungestört rasten können. Ein gesetzliches Verbot ist es nicht, aber ein sinnvoller Beitrag zum Naturschutz. Wer im Winter unbedingt paddeln will, meidet konsequent die markierten Winterruhezonen; als Ausweichgewässer bieten sich kleinere Seen in der Region wie der Wörthsee oder Pilsensee an.
Und für unterwegs: Abstand zur Schifffahrt und zu Badegästen halten, in Ufernähe paddeln und die Fähranleger bei an- und ablegenden Schiffen weiträumig umfahren. Die Verleihstationen geben vor Ort die aktuellen regionalen Hinweise mit.

Vom SUP direkt ins FISCHER am Ammersee
Nach dem Paddeln lässt sich der Tag am schönsten mit einer Einkehr ausklingen. Einen Platz direkt am Wasser findet Ihr an der Nordspitze des Sees in Stegen, wo wir Euch im FISCHER am Ammersee als Gäste begrüßen. Hier treffen See, Bergblick und Genuss aufeinander – ob barfuß im Sand an der Strandbar oder am Abend auf der Holzterrasse. Für Euch bereit stehen:
- Restaurant mit saisonalen und regionalen Speisen sowie erfrischenden Getränken
- Strandbar mit karibisch inspirierter Atmosphäre
- Winterlounge mit offenem Kamin und gemütlichem Hüttenambiente
- Eismacherei mit handgefertigtem, cremigem Eis
- Manufaktur mit ausgewählten Produkten und besonderen Events
FAQ: Stand Up Paddling am Ammersee
Wo kann man am Ammersee SUP-Boards ausleihen?
SUP-Boards gibt es an mehreren Stationen rund um den See: bei WikiWakiWu in Herrsching, der Surfschule Müller in Eching, dem SUP-Center in Utting und der SUP Basis in Schondorf. Alle verleihen stunden- oder tageweise und bieten zusätzlich Kurse an. Reservierung vorab wird empfohlen, gerade an Sommerwochenenden.
Was kostet ein SUP-Verleih am Ammersee?
Ein einzelnes Board kostet meist rund 15 € pro Stunde, bei mehreren Stunden oft etwas weniger je Stunde. Tandem- oder XXL-Boards für mehrere Personen liegen höher. Kurse und geführte Touren bewegen sich je nach Format und Anbieter grob zwischen 35 und 95 €. Die genauen Tarife hängen von Saison und Anbieter ab.
Ist Stand Up Paddling am Ammersee für Anfänger geeignet?
Ja. Der Ammersee hat ruhige Uferzonen, breite Einstiege und gut erreichbare Stationen. Besonders geeignet für den Start sind die geschützten Buchten bei Eching und Stegen. Viele Anbieter haben Schnupperkurse, in denen Ihr Technik und Balance sicher lernt. Die Grundlagen sitzen meist nach ein bis zwei Stunden.
Was braucht man, um am Ammersee ein SUP zu leihen?
Ihr müsst sicher schwimmen können und nüchtern sein. Kinder dürfen bei einigen Stationen nur in Begleitung Erwachsener paddeln, teils erst ab 12 Jahren. Manche Anbieter, etwa das SUP-Center Utting, verlangen einen absolvierten Grundkurs. Board, Paddel und Leash bekommt Ihr vor Ort; Schwimmweste wird Einsteigern empfohlen.
Welche SUP-Touren am Ammersee sind besonders schön?
Beliebt ist die Einsteiger-Tour von Schondorf nach Riederau am Westufer, rund 6,5 Kilometer mit Alpenblick und bequemer Rückfahrt per Ammerseebahn. Für Fortgeschrittene lohnt die Strecke von Eching auf die Amper mit Flussanteil, etwa 13 Kilometer. Am ruhigsten paddelt es sich früh morgens oder am frühen Abend.
Darf man im Winter auf dem Ammersee paddeln?
Von 1. November bis 31. März gilt eine freiwillige Winterruhe zum Schutz der überwinternden Wasservögel. Ein gesetzliches Verbot ist es nicht, aber Wassersportverbände und Stationen halten sich daran. Wer im Winter paddelt, meidet die markierten Winterruhezonen konsequent oder weicht auf kleinere Seen wie Wörthsee oder Pilsensee aus.
Kann man am Ammersee mit dem Hund SUP fahren?
Ja, mit Vorbereitung. Manche Stationen haben spezielle Hundebretter mit verstärkten Rändern oder größere Boards mit mehr Tragkraft; das SUP-Center Utting etwa verleiht Hundebretter. Dem Hund gibt man vorab Zeit, sich an das Board zu gewöhnen, am besten im flachen Wasser. Eine Rettungsweste oder ein Geschirr für den Hund ist sinnvoll, damit Ihr ihn notfalls leicht zurück aufs Board helfen könnt.
ANGELN AM AMMERSEE – ein unvergessliches erlebnis in der natur
Ein Ausflug der besonderen Art. Ganz egal ob während eines Urlaubs oder als Tagesausflug, das Angeln am Ammersee ist ein kleines Highlight.
EnTSCHLEUNIGTE STUNDEN AUF DEM WASSER – RUDERBOOT MIETEN AM AMMERSEE
Ein Ruderboot am Ammersee zu mieten, passt zu fast jeder Gelegenheit. Besonders rund um Herrsching, Stegen oder Dießen finden sich zahlreiche Möglichkeiten, direkt am Ufer ins Boot zu steigen und loszurudern.
RUNDWEG AMMERSEE – einmal um den see und zurück
Den Ammersee an einem Tag umrunden? Das geht mit dem Rundweg, der uns den Ammersee von einer ganz neuen Seite entdecken lässt.
